| In den dreißiger Jahren mit Beginn
eines neuen Zeitalters und im Zuge von gesellschaftlich-politischen
Veränderungen bekam auch der von Mestre Bimba geschaffene
Stil die Chance, andere gesellschaftliche Schichten
zu erreichen.
Mestre Bimba hatte mit seiner mittlerweile offiziell
eingeschriebenen Capoeira Akademie, Schule der Capoeira
Regional im Stadtteil Engenho de Brotas, Salvador, 1932,
grossen Zulauf aus der Studentenszene und der Mittelklasse.
1936 forderte Mestre Bimba jeden Kämpfer jeden
Kampfstils auf sich mit seinem Capoeira Regional zu
messen. Der Ort der Kämpfe war der Park Odeon am
Praça da Sé. Es gab 4 Kämpfe gegen
Vitor Benedito Lopes, Henrique Bahia, José Custódio
dos Santos und Américo Ciência.
Der längste Kampf dauerte 1 Minute und 10 Sekunden,
was seinen Namen, den er im Viertel hatte, unterstrich
(„3 Pancadas“-„3 Schläge“).
Dies war das Maximum, was seine Gegner aushielten. Die
Zeitungen titelten „Bimba é bamba!“,
was soviel bedeutet, wie „Bimba ist ein As“
(„O Estado da Bahia“).
1937 erreichte Mestre Bimba beim Amt für Erziehung,
Gesundheit und öffentliche Fürsorge eine Eintragung
für seine Akademie unter der Nr. 305/1937/AP/NCL
Am 23.7.1953 lud ihn der populistische Präsident
Getúlio Vargas in seinen Palast ein um sich diese
moderne Capoeira präsentieren zu lassen. Während
der Präsentation vernahm Bimba ein Kommentar des
Präsidenten: "Capoeira ist der einzig
wahre Nationalsport". Vargas zeigte sich begeistert
- Mestre Bimba hatte es geschafft die Capoeira endgültig
aus ihrem Dasein am Rande der Gesellschaft zu befreien
und sicherte so die Zukunft dieser einzigartigen Kampfkunst.
Bimba starb am 5.2.1974, einem Sonntag, ein Jahr nachdem
er von Bahia nach Goiânia gezogen war. Bis zum
Samstag davor leitete er noch eine Präsentation
im Clube dos Funcionários Publicos und gab, obwohl
schwer krank, noch Unterricht.
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